Make-up gegen Natürlichkeit

Von April an, seit ich als Jeanette in der Öffentlichkeit lebe habe ich sehr stark deckendes Make-up, sogenanntes Camouflage verwendet. Jeden Morgen nach dem Rasieren kam dieses leicht matschig wirkende Zeig mittels eines Schwamms auf mein Gesicht. Danach mit einem Stift ein paar Stellen aufgehellt und verwischt. Zuletzt kam Fixierpuder drauf und so hielt das im Zweifel ganze 24 Stunden.

Der Bart kam zwar nach ca. 12 Stunden wieder durch aber hatte genug Make-up auf den Haaren, dass es nicht so schlimm aufgefallen ist.

Das Abdecken des Bartes funktionierte hervorragend aber so ein starkes Make-up hat auch seine Nachteile:

Starkes Makeup lässt nichts durchscheinen, auch keine Natürlichkeit. Das Gesicht wirkte wie unter einer Maske, glatt gebügelt ohne Details. Ich glaube das dies einer der Hauptgründe war, warum ich oft längere Zeit ins Gesicht angestarrt wurde. Das Gesicht wirkte einfach nur unnatürlich, ohne jeden Makel.

Das Make-up übersteht leider auch keine Hitzewallungen und schon gar kein Bad. Ich erinnere mich da nur an ein Mittagessen beim Thai, nach dem ich meine Maske von Grund auf neu machen musste.

Außerdem ist das ganze Set aus Make-up, Abdeckstift und Fixierpuder ziemlich teuer.

Also habe ich mich im Januar entschieden es weg zu lassen. Selbst nach einer sehr gründlichen Rasur ist der Bartschatten zu erkennen aber dennoch bin ich der Meinung, ich werde weniger begafft. Ich fühle mich deutlich wohler und kann mich auch mal auf die Hand stützen ohne dabei zu riskieren einen teil meiner Maske auf dem Handrücken wieder zu finden. Auch komme ich so besser mit der Wärme zurecht.

Natürlich hat man bei so einer Umstellung erst einmal Angst vor den Reaktionen der Öffentlichkeit. Bei mir hat es aber erstaunlich gut funktioniert.

3 Kommentare
  1. Diana
    Diana sagte:

    Mir ging’s ähnlich wie Dir. Da mein Bartschatten dank blonder Haare recht bescheiden war, musste ich mir zwar nie Camouflage aufkleistern, aber sonst setzte ich doch recht starke Akzente beim Schminken. Erst nach der Op fand ich plötzlich genug Selbstvertrauen um auch knapp beschminkt rauszugehen – und war überrascht, dass ich nicht wie erwartet nun viel mehr auffalle, eher weniger. Unterdessen bin ich meist fast ungeschminkt, nur eine Grundierung mit einem leicht deckenden MakeUp ist ein Muss, weil es das Gesicht einfach sanfter macht ohne dass es zugekleistert wirkt. Mein Favorit ist hier Dream Satin Liquid von Maybelline, lässt sich wie eine Creme auftragen, wirkt aber nicht wie aufgeklebt 😉

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  2. Katja Nierzwicki
    Katja Nierzwicki sagte:

    Was übrigens mein Gesicht auch sauberer wirken
    lässt, wenn Ich es allmorgentlich mit Seife
    einfach wasche. Ich mag es auch mich morgen
    im Spiegel mit etwas zerzausten Haaren zu sehen. Gefällt mir irgendwie. Zerzaust vom
    schlafen, Ich meine halt leicht abstehende
    Haare.

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