Alltagstest ade

Am 4. April 2010 habe ich angefangen jeden folgenden Tag als Jeanette in meiner gefühlten weiblichen Rolle zu leben. Damit begann der von der Krankenkasse vorgeschriebene Alltagstest. Dieser muss absolviert werden um der Krankenkasse die Ernsthaftigkeit der Sache zu vermitteln. Ich hatte das Glück direkt auch mit den Medikamenten anfangen zu dürfen was wohl sonst nicht üblich ist. Wenn man keine Medikamentöse Unterstützung erhält, halte ich den Alltagstest für eine Zurschaustellung von armen Menschen die zusätzlich eineinhalb Jahre gequält werden.

Heute, 1,5 Jahre später, ist das nun auch erledigt und ich mir meiner Sache sicherer den jeh. Ich hab ein stabiles Leben, mehr Freunde als früher und bin verlobt.

Jetzt wird es für die Krankenkasse Zeit etwas für mich zu tun.

2 Kommentare
  1. Katrin
    Katrin sagte:

    Alltagstest habe ich nie gemacht.Wollten die Psychologen von mir habe ich abgelehnt mit der begründung das es keinerlei Gesetzgebung dazu geben würde. Und das kein Mensch von mir verlangen kann mich damals noch im männlichen Körper in der Öffentlichkeit lächerlich machen zu müssen zumal es noch keinerlei Angleichungsmassnahemn stattgefunden hatten .Und es wurde dennoch alles gewährt an Massnahmen 6 OP´s usw.LG Katrin

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  2. Paul
    Paul sagte:

    Ja der Altagstest, den mach ich grad auch noch. Anfangs fand ich ihn zwar total schwachsinnig, weil ich auch ohne ihn immer und jederzeit sagen kann, dass ich ich selbst bin, doch mittlerweile, nach knapp einem dreivietel Jahr hab ich jetzt erst einmal verstanden, dass es nie verkehrt ist, diesen durchführen zu lassen. Denn durch ihn habe ich erst so manche Kleinigkeit kennen gelernt, der ich mir inmitten meiner falschen Geschlechterrolle, im Körper eines Mädchens, niemals hätte stellenkönnen. Aber beklagen darüber, dass tu ich mich nicht, weil ich es einfach völlig normal finde, wenn anderen Männer ummich herum sind, mit denen ich nunmal auch typisch männliche Dinge tun kann. Außerdem bin ich durch den Alltagstest nunmehr noch viel viel mehr davon überzeugt, dass ich gar keinen Fehler begehe, sondern, dass ich das einzog richtige für mich und mein Leben mache, weil einige Personen in meinem Leben meinen ich täte stets das falsche. Naja is für mich halt immernoch blöd, aber solange ich mich später, nach der OP wohler fühle, können mir die Worte und Sprüche der anderen völlig egal sein. Ich muss schließlich meinen Weg gehen und nicht andere für mich. 🙂 😉

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