Lebenshilfe

Manchmal muss es nicht ein Psychologe sein, der uns durch unseren Problemjungel hilft, manchmal reicht auch ein Gespräch mit den richtigen Freunden.
Wie ich jetzt gelernt habe, gibt es auch einen Mittelweg. Kürzlich schrieb mich Philipp an, ich möge doch seine Webseite verlinken. Dies tute ich grundsätzlich nicht, wenn ich nicht auch vom Inhalt der Seite überzeugt bin.

Er bietet Selbstvertrauen-Coaching für Trans* Menschen an. Außerdem Hilfe zur Selbsthilfe und allgemeine Beratungsgespräche wenn man mal nicht weiter weiß.
Also bat ich ihn mir zu zeigen was er so tut.

Da das Einführungsgespräch sowieso immer kostenlos ist bot es sich also an, dass ich mal in seine Praxis oder vielmehr Studio komme und mit ihm rede. Er schlug vor es nicht zu allgemein zu halten sondern ich solle direkt mit einem meiner Probleme zu ihm kommen so dass wir direkt an einem echten Fall arbeiten können. Gesagt getan, schließlich gibts bei mir immer eine Ecke im Leben, die gerade brennt.

So sprachen wir über 90 Minuten. Ich fühlte mich verstanden, beraten und unterstützt. Was und wie Philipp da tut was er tut ist ganz großartig.

Also wer mal über seine Probleme reden möchte, die eigenen Freunde aber doch nicht die Richtigen dafür sind und eine Selbsthilfegruppe zu unpersönlich findet, der ist bei ihm richtig aufgehoben.

Und für Transmenschen im speziellen sei gesagt, Philipp hat selbst einen Trans-Hintergrund und weiß von was er spricht.

Mehr Infos zu Philipp und seinem Dienst findet ihr hier: www.im-falschen-koerper.de

4 Kommentare
  1. Phoebe
    Phoebe sagte:

    Also wenn meine Therapeutin bei meinen Problemen schon mit den Augen rollt, als wollte sie sagen nicht noch eine große Baustelle, dann frage ich mich immer in wie weit man die Situation einzelner TransMenschen überhaupt vergleichen kann. Mir kommt es jedenfalls so vor, als wenn viele meiner Probleme gar nicht aus der Tatsache, daß ich transsexuell bin, entstehen, sondern aus anderen Lebensumständen. Seien es nun interfamiliäre Konflikte oder berufliche Fehlentscheidungen oder ähnliches.
    Was ich damit sagen will, ich wäre skeptisch, wenn sich jemand aufgrund seines eigenen Trans-Hintergrund automatisch dazu berufen fühlt andere Trans
    Menschen zu beraten. Die Person muß in dem Sinne differenzieren können zwischen Problemen, die durch den TransHintergrund des Betroffenen entstanden sind und Problemen, die auch ohne den TransHintergrund entstanden wären. Das hat dann mit Kompetenz zu tun, die eben auch vorhanden sein muß. Das muß dann jeder Hilfesuchende selbst entscheiden, wie kompetent ein Berater/Coach auf ihn wirkt.

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    • Philipp
      Philipp sagte:

      Hallo Phoebe,

      guter Einwand, das muss ich auf meiner Seite wohl deutlicher hervorheben.

      Mir kommt es jedenfalls so vor, als wenn viele meiner Probleme gar nicht aus der Tatsache, daß ich transsexuell bin, entstehen, sondern
      aus anderen Lebensumständen.

      Seh ich absolut genauso. 🙂

      Was ich damit sagen will, ich wäre skeptisch, wenn sich jemand
      aufgrund seines eigenen Trans-Hintergrund automatisch dazu berufen
      fühlt andere TransMenschen zu beraten. […] Das hat dann mit
      Kompetenz zu tun, die eben auch vorhanden sein muß.

      Ich glaube, das ist ein Missverständnis. Ich habe eine Ausbildung (und bin in psychotherapeutischer Ausbildung).

      Danke für das Feedback, auch wenn das eigentlich nicht an mich gerichtet war.

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      • Phoebe
        Phoebe sagte:

        Ich glaube den Schuh, dass es ein Missverständnis ist, muß sich wenn überhaupt Jeanette anziehen, immerhin leitete sie den Blogeintrag mit den Worten: „Manchmal braucht es keinen Psychologen…“ ein und eigentlich geht sie dann auch nicht wirklich näher auf deine Ausbildung/Qualifikation ein.
        Mir ist schon klar, daß sie nicht irgendjemanden verlinkt, aber ich harke in meiner kritischen Art gerne mal nach.
        Und in der Vergangenheit habe ich teilweise sehr schlechte Erfahrungen mit selbsternannten Experten gemacht. Besonders problematisch finde ich es z.B. wenn andere Transgender ihre eigenen Probleme in meine Probleme reininterpretieren. Das kann keine vernünftige Hilfe, Beratung oder Unterstützung sein. Von einer anderen bitteren Erfahrung, bei der ich an einen selbsternannten Therapeuten geraten bin, der alle meine Probleme mit einer nicht vorhanden Drogensucht erklären wollte, ganz zu schweigen.
        Also verzeih mir meine kritischen Fragen, leider habe ich schon mehrfach erlebt, daß Menschen nur so getan haben als wollten sie helfen, es aber nicht konnten, weil sie entweder eigene Interessen verfolgten oder ihnen die Ausbildung fehlte.

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