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Interview für den Lila Podcast

Und wieder gibts mal wieder was für euch, von mir, auf die Ohren. Dieses mal zusammen mit meiner Podcast-Partnerin Michaela für den Lila Podcast.

Zum Podcast: Lila Podcast

Interview

Es ist schon eine ganze Weile her, bereits im November 2015 habe ich ein längeres Interview gegeben, das allerdings erst im März veröffentlicht wurde. Dieses findet ihr hier:

http://fabpeeps.mindscars.de/2016/03/16/mug-fab-peeps-007-jeanette/

Vorbei

Der Sommer ist vorbei und meine erste Beziehung mit einem Mann auch. Und was mich selbst überrascht hat war, dass ich die Beziehung beendet habe. Nach nem knappen halben Jahr musste ich leider einsehen, dass ich ihn zwar liebe, er mich aber nicht. Er hatte aber leider nicht die Stärke das klar zu machen und zog sich einfach nur mental immer weiter zurück. Es hat nun einfach nicht sollen sein.

Aber kaum war ich wieder ungebunden, stand schon der Nächste auf der Matte. Hier hab ich es auch versucht, musste aber feststellen, dass ich dieses Mal auf der anderen Seite stand und musste die Beziehung bevor sie richtig beginnen konnte schon beenden, da ich nicht genug für ihn empfinden konnte. Was mich dann doch etwas überrascht hat war, dass meine Abfuhr ihn doch mehr mitgenommen hat als ich es für möglich gehalten hätte.

Es sieht also so aus als sei ich auch was dieses Thema angeht angekommen und zudem mache ich wohl doch nicht alles falsch. Für mich wird irgendwann schon noch die richtige Person auftauchen. Dabei halte ich mir alle Wege offen, Männlein oder Weiblein ist mir dabei ziemlich egal. Ich mag Menschen 🙂

Alles in allem geht es mir gerade ziemlich gut. Im Job läuft es und ich fühle mich wohl in allem was ich tue. Keine Selbstzweifel mehr. Auch wenn ich single bin, funktioniert mein Leben gerade ausgesprochen gut und ich habe mehr zu tun, privat wie beruflich, als mir lieb ist. Ich verstecke mich aber nicht vor Problemen oder so etwas. Ich bin mir im klaren darüber was gerade in meinem Leben passiert, was mir wichtig ist, wofür ich kämpfen kann und wo der Kampf zwecklos ist (wie die erste der beiden genannten Beziehungen zum Beispiel). Außerdem habe ich neue Hobbys am See für mich entdeckt, wie zum Beispiel das Stehpaddeln. Leider Hobbys, die nun auch in die Winterpause gehen müssen.

Jetzt kommt erstmal wieder der Herbst und mit ihm der Nebel. Der Bodensee versinkt damit wieder im tristen Grau. Drückt mir die Daumen dass ich mir hier keine Winterdepression einlade.

Eure Jeanette

Vierjähriges

Eigentlich schon vorgestern am 6. April feierte ich mein vierjähriges neues Leben. Es ist wieder ein Jahr vergangen. Ein Jahr mit Brustaufbau und einer zweiten Korrektur-OP.

Das Leben geht weiter.

Ich verändere mich gerade persönlich recht stark, da ich keine Lust mehr auf ewig den selben Alltag und die selben Leute habe.

Danke an alle, die mir hier geschrieben haben oder die Beiträge kommentieren. Danke an alle die mich unterstützen, mir zureden weiterzumachen, auch wenn nicht alles Gold ist was glänzt.

Dreijähriges

Wie die Zeit vergeht. Inzwischen sind es schon drei Jahre. Drei Jahre ohne sich zu verstellen, frei von der Maske die mich davor 28 Jahre verhüllte.

Im letzten Jahr ist doch so einiges passiert.

Ich hab meine Geschlechtsangleichung in Angriff genommen und sogar schon die erste Korrektur-OP hinter mich gebracht. Es wird aber wohl leider nicht die letzte gewesen sein.

Freunde kommen, Freunde gehen. Aber so ist der Lauf der Zeit.

Aber ich denke ich kann stolz auf mich sein. Egal wie oft ich niedergeschlagen bin, egal wie oft mir Steine in den Weg gelegt werden. Ich gehe meinen Weg, komme was da wolle.

Besonderer Dank gild meiner Freundin, Verlobten, Gefährtin durch die Nacht. Ich liebe dich mein Schatz.

Jeanette auf die Ohren

Nach fast einem Jahr habe ich am Freitag wieder ein Gespräch mit Holgi führen dürfen. Ich versuche ihm darin zu vermitteln wie das Leben als Transfrau sich im Alltag gestaltet und welche Tortouren Frau so durchmachen muss um so zu sein wie mein eigentlich sowieso schon ist. Hört doch mal rein.

Link zum Interview: Hier lang

Zweijähriges

Heute sind es zwei Jahre als Jeanette in der wirklichen Welt.

Ich hab mich unglaublich entwickelt und noch unglaublichere Freunde an meiner Seite die mich immer unterstützten.

Danke an Alle die an mich glauben und mich so akzeptieren wie ich bin, mit all meinen Fehlern und Ticks. Ganz besonderer Dank gilt Manu, Jesko und Ali.

Hilfestellungen

Nachdem sich gerade die dunkle Jahreszeit ankündigt und sich damit die depressiven Emails mit Fragen nach Informationen und meinem Werdegang häufen habe ich angefangen, die typischen, sich immer wiederholenden Fragen in einem Fragenkatalog zu beantworten. Unter Hilfestellungen findet ihr einige Themen die euch die meisten Fragen beantworten sollen.

Folgende Themen sind bereits veröffentlicht:

Ich hoffe euch ist damit geholfen und die Schüchternen, die bisher nicht wagten direkt zu fragen, kommen so nun doch an die benötigten Infos.

Make-up gegen Natürlichkeit

Von April an, seit ich als Jeanette in der Öffentlichkeit lebe habe ich sehr stark deckendes Make-up, sogenanntes Camouflage verwendet. Jeden Morgen nach dem Rasieren kam dieses leicht matschig wirkende Zeig mittels eines Schwamms auf mein Gesicht. Danach mit einem Stift ein paar Stellen aufgehellt und verwischt. Zuletzt kam Fixierpuder drauf und so hielt das im Zweifel ganze 24 Stunden.

Der Bart kam zwar nach ca. 12 Stunden wieder durch aber hatte genug Make-up auf den Haaren, dass es nicht so schlimm aufgefallen ist.

Das Abdecken des Bartes funktionierte hervorragend aber so ein starkes Make-up hat auch seine Nachteile:

Starkes Makeup lässt nichts durchscheinen, auch keine Natürlichkeit. Das Gesicht wirkte wie unter einer Maske, glatt gebügelt ohne Details. Ich glaube das dies einer der Hauptgründe war, warum ich oft längere Zeit ins Gesicht angestarrt wurde. Das Gesicht wirkte einfach nur unnatürlich, ohne jeden Makel.

Das Make-up übersteht leider auch keine Hitzewallungen und schon gar kein Bad. Ich erinnere mich da nur an ein Mittagessen beim Thai, nach dem ich meine Maske von Grund auf neu machen musste.

Außerdem ist das ganze Set aus Make-up, Abdeckstift und Fixierpuder ziemlich teuer.

Also habe ich mich im Januar entschieden es weg zu lassen. Selbst nach einer sehr gründlichen Rasur ist der Bartschatten zu erkennen aber dennoch bin ich der Meinung, ich werde weniger begafft. Ich fühle mich deutlich wohler und kann mich auch mal auf die Hand stützen ohne dabei zu riskieren einen teil meiner Maske auf dem Handrücken wieder zu finden. Auch komme ich so besser mit der Wärme zurecht.

Natürlich hat man bei so einer Umstellung erst einmal Angst vor den Reaktionen der Öffentlichkeit. Bei mir hat es aber erstaunlich gut funktioniert.

September 2010

Ich bin zum ersten mal überhaupt auf der Strasse im hellen Tageslicht nach meiner Telefonnummer gefragt worden.

Ich fühle mich immer mehr im Alltag angekommen. Die Öffentlichkeit reagiert gemischt, je nach dem wie meine eigene Ausstrahlung gerade wirkt. Gut gelaunt bekomm ich bewundernde Blicke. Schlecht gelaunt ergibt abwertende Blicke.

Brustwachstum kommt schubweise und gibt Selbstvertrauen.

Sprachtraining für eine weiblichere Stimmlage macht langsam Fortschritte.