mein erstes (kleines) Outing

Meine ersten Outings

Outing bei der Freundin

An mein erstes Outing kann ich mich nicht mehr so gut erinnern. Nach dem ich mit meiner Freundin etwa 9 Monate zusammen war und inzwischen auch schon 3 Monate bei ihr wohnten, konnte ich Jeanette nicht länger unterdrücken. An einem langen Gesprächsabend habe ich dann von einer anderen Frau erzählt, die ein fester Bestandteil meines Lebens ist. Aber es handelt sich nicht um eine reale physische Person sondern nur um einen Teil von mir selbst. Meine Freundin zeigte sich recht Aufgeschlossen und am Nächsten Tag gingen wir zusammen los, Make-up für mich zu kaufen. Sie unterstütz mich noch heute und spielte in meinem grossen Outing eine Zentrale Rolle.

Später erzählte Sie mir aber doch, dass sie sehr geschockt war und massiv an sich selbst gezweifelt hatte. Mit diesem möglichen Umstand sollte man sich wohl auch auseinander setzen, auch wenn auf den ersten Blick kein Bedarf zu bestehen scheint.

Outing bei der Familie

Bei meiner Mutter war das Ganze nicht ganz so einfach. Allerdings hatte sie schon früher mitbekommen, dass ich mich für Frauen-Kleidung besonders interessierte, da ich mir des öfteren ohne zu fragen das Eine oder Andere von ihr ausborgte, bevor ich selber anfing mir die Klamotten selber zu kaufen. Ich erzählte also das da noch mehr ist. Meine Mutter ist zwar sehr Weltoffen aber wenn es den eigenen Sohn betrifft dann doch etwas verbohrt. Sie konnte sich auf die immer öfter verschwindenden Kleidungsstücke aus ihren Schränken einen Reim machen, aber dass es soweit geht das ich mich selbst als Transsexuell bezeichnen würde doch nicht. Es kam das übliche, dass das sicher nur ne Phase ist und man sich zusammenreissen kann. Sie würde mich nicht bei so etwas unterstützen, wenn ich medizinisch mich verändern lassen würde. Ich bleibe zwar immer ihr Sohn aber sie müsse das erstmal verkraften. Auch hier tauchten die Selbstzweifel an ihren Qualitäten als Mutter wieder auf aber das klärte ich sofort beim ersten Gespräch.

Einige Monate später erreichte mich dann eine SMS von meinem Bruder, er würde das alles verstehen und weiss es vor allem schon seit Jahren. Er hat wohl das verschwinden der Kleider meiner Mutter auch mit bekommen und sich das selbst denken können. Er hat damit allerdings keine Probleme. Ich solle bloss nicht als Jeanette in ihrem kleinen Dorf auftauchen, da unsere Familie dort sowieso nicht besonders gut angesehen ist. Aber damit kann ich noch leben.

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